Kennst Du diese Gedanken?
„Echte Chefs strahlen immer totale Sicherheit aus. Weil ich nervös bin, bin ich nicht für diesen Job gemacht.“
„Bin ich wirklich schon gut genug, diese neue Rolle auszufüllen? Mein Wissen reicht bestimmt noch nicht aus.“
Eine innere Stimme wird plötzlich laut: „Lass das einfach gleich – packst Du ja eh nicht.“
In diesen Sätzen spiegelt sich das Selbstmisstrauen, für etwas noch nicht gut genug zu sein oder auch die Selbstabwertung etwas nicht zu können. Ist Dir bewusst, dass Dein Körper und Dein Geist eine eng miteinander verbundene Einheit bilden?
Jeder Gedanke, der Dich ängstlich oder klein macht, findet so einen Weg in Deine Ausstrahlung und auch in Deine Körpersprache. Das Resultat ist, dass Dein Gegenüber im Team oder im Kundengespräch spürt, wie unsicher Du bist. Deine Körpersprache wird hektisch und verkrampfter, Deine Stimme hoch und gepresst, selbstberuhigende Gesten häufen sich, der Blick huscht umher oder Du hältst dem Blickkontakt nur noch flüchtig stand. Dein Gegenüber kann Deine Gedanken nicht lesen, warum Du Unsicherheit ausstrahlst. Er nimmt nur das Resultat, die Unsicherheit, wahr und bringt sie in Verbindung mit Deinem Angebot (im Kundengespräch) oder Deiner Kompetenz (als Führungskraft). Was für dramatische Auswirkungen, wenn dadurch ein Verkauf nicht zustande kommt oder man nicht ernstgenommen wird.
Selbstvertrauen ist das Fundament für ein selbstbewusstes und souveränes Auftreten.
Um meine Kundschaft von mir zu überzeugen, sollte sie nur Selbstvertrauen wahrnehmen, dass ich im Stande bin, die Herausforderung zu meistern. Will ich von meinem Team als Leitung wahrgenommen werden, ist auch hier das Selbstvertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit notwendig, das Team zu führen und zielorientierte Entscheidungen zu treffen.
Um Souveränität und Selbstvertrauen auszustrahlen, muss man es selbst fühlen.
Fühle ich das Vertrauen zu mir selbst, strahle ich es ganz selbstverständlich nach außen und werde dadurch entsprechend wahrgenommen. Die Stimme klingt dann gelassen und voll, die Körpersprache ist fließend und der Blick ruht. Doch Selbstvertrauen ist nicht einfach plötzlich da.
Persönlich habe ich eine ganze Weile gebraucht, aus der Unsicherheit rauszukommen. Heute spüre ich vollstes Vertrauen in mich und meine Fähigkeiten. Und das, obwohl ich mich zu der Zeit nicht in einem wertschätzenden Umfeld befunden habe, sondern mir jeden einzelnen Fitzel Selbstvertrauen erkämpfen durfte.
Begonnen hat meine Reise damit, mir erstmal bewusst zu machen, was ich gerne tue und was mir leichtfällt. Ganz analog, mit Stift und Papier bewaffnet, habe ich mir diese Fragen gestellt.
Die Punkte, die für mich ganz selbstverständlich von der Hand gehen, sind nämlich schon meine Stärken, auf die ich mein Selbstvertrauen aufbaue.
Als nächsten Schritt habe ich begonnen, diese Punkte nicht mehr als selbstverständlich anzusehen, sondern als das, was mich besonders macht. Um das Vertrauen in meine Stärken zu festigen, habe ich mir eine Autosuggestion geschrieben und täglich wiederholt. Abends habe ich mich gefragt, in welchen Situationen ich aus vollem Selbstvertrauen heraus gehandelt habe und mir die Antwort notiert.
Ein weiterer für mich entscheidender Punkt ist, zu akzeptieren, wer ich bin und mir das entsprechende Milieu zu erschaffen, in dem ich strahle. Ich vergleiche das gerne mit unserm Mikrobiom im Darm. Unser Darm braucht bestimmte Bakterien – eben das richtige Milieu, um gut zu funktionieren und uns gesund zu halten. Genau so verhält es sich mit unserem Körper und Geist. Es braucht das richtige Milieu – damit meine ich z. B. gesunde Gedankengänge, Selbstvertrauen, den Einsatz der Fähigkeiten und Stärken und das entsprechende Umfeld. An diesem Punkt kann das Thema „Grenzen setzen“ wunderbar integriert werden. Das coole am richtigen Milieu ist, dass es wie eine Positivspirale wirkt und richtig Spaß macht. Mit der Zeit habe ich so in meinem Gehirn ein neuronales Netzwerk des Vertrauens zu mir und meinen Fähigkeiten aufgebaut.
Deine Challenge
Nimm Dir ein Blatt Papier und stell Dir folgende Fragen: Was fällt mir leicht? Was ist für mich selbstverständlich? Welches Milieu brauche ich, um zu strahlen und Vertrauen in meine Fähigkeiten zu spüren? Wiederhole dann für die nächsten 33 Tage die folgenden Sätze: Ich habe vollstes Vertrauen in meine Fähigkeiten und Stärken. Ich vertraue mir. Ich strahle tiefes Selbstvertrauen aus. Entscheidend ist, dass Du die Sätze nicht nur wiederholst, sondern fühlst. Beobachte und notiere Dir, was Dir auffällt.
Du willst Dein Selbstvertrauen stärken und Souveränität ausstrahlen? Meine Empfehlung für Dein Weiterkommen – der MUTMACHER.